Was ist vegane Landwirtschaft? Eine Kritik an der Darstellung der Veganen Gesellschaft Deutschland

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Logo VONRepost des Original-Artikels vom 5. Dezember 2010, da der ursprüngliche Veröffentlichungslink nicht mehr aktiv ist.

Im Zusammenhang mit der neu-gegründeten Veganen Gesellschaft Deutschland fällt auf, dass sie für veganen Landbau wirbt. Das ist erstmal erfreulich. Wenn man jedoch den Abschnitt zu diesem Thema auf der Webseite durchliest, stolpert man auf das Zitat eines Demeter-Bauern:

bei uns leben freilaufend zahlreiche tiere (kühe, schafe, ziegen, bienen, esel, hunde, katzen, hühner und viele andere, wilde arten). sie dienen nicht der viehzucht, sondern sie bilden zusammen mit den pflanzen eine lebensgemeinschaft und liefern ihnen den notwendigen dünger.

Speziell letztere Anmerkung halte ich für irreführend: alle Konzepte von veganer Landwirtschaft mit denen ich bisher in Berührung gekommen bin, stellen die Notwendigkeit der Zufuhr von tierischen Düngemitteln in der landwirtschaftlichen Produktion infrage, und dies nicht nur auf dem theoretischen Level, sondern in der alltäglichen Praxis eines kommerziellen Erwerbsbetriebs.

Die Vegane Gesellschaft verweist auf die Erklärung der Richtlinien des Betriebs (Link mittlerweile nicht mehr verfügbar). Dort heißt es sinngemäß, dass aufgrund der zahlenmäßigen Zunahme von biologisch-dynamischen Betrieben, sich der Betrieb gezwungen sehe, betriebsintern strengere Richtlinien anzuwenden, die durch eine unabhängige Instanz kontrolliert und zertifiziert würden.

Was in diesen internen Richtlinien nicht mit der Spur einer Anmerkung zu finden ist, ist ein Hinweis darauf, wie der Betrieb mit Tierhaltung und Tierhaltungsprodukten umgeht. Fragen also, die für vegan lebende Menschen doch von Interesse sein sollten. Vor allem dann, wenn der Betriebsleiter mit seiner Wirtschaftsweise in den Kontext einer veganen Landwirtschaft gestellt wird. (siehe Anmerkung unten). Dass aber ein Demeter-Bauer ein schlechter Leumund für einen konsequent pflanzlichen Produktionsablauf bei der Herstellung von Lebensmitteln ist, muss man offensichtlich den Menschen von der Veganen Gesellschaft Deutschland erklären.

Der Demeter-Verband ist ein internationaler Anbauverband mit auf der Basis der EU-Öko-Verordnung aufbauenden eigenen, weiterreichenden, strengeren Richtlinien. Das Konzept der biologisch-dynamischen Landwirtschaft sieht Tierhaltung jedoch als integralen Bestandteil des landwirtschaftlichen Organismus, noch integraler als im normalen biologisch-organischen Landbau. Die tierische Qualität, so heißt es, sei von großer Bedeutung für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Während man über die esoterischen Dimensionen dieses Landbaukonzepts vortrefflich streiten könnte, braucht man über eines nicht streiten. Demeter-Landwirtschaft und Veganismus sind nicht vereinbar. Man braucht lediglich die Demeter-Richtlinen lesen, um als vegan lebender Mensch zu diesem Schluss zu kommen:

Die Tierhaltung mit dem dazugehörigen Futterbau ist wesentlicher Bestandteil des landwirtschaftlichen Betriebes. Eine Demeter-Zertifizierung von landwirtschaftlichen Betrieben ohne Einbeziehung von Wiederkäuern oder sonstigen Raufutterfressern (Equiden) ist nicht möglich. Ausnahmen von der eigenen Haltung von Raufutterfressern (Wiederkäuer oder Equiden) bedürfen der Genehmigung.[…] Die Demeter-Zertifizierung landwirtschaftlicher Betriebe ohne eigene Haltung von Raufutterfressern ist inder Regel nicht möglich. In Gärtnereien und Dauerkulturbetrieben kann auf eigene Viehhaltung verzichtet werden, wenn Mist-, Kompost- und Gründüngungswirtschaft sowie Präparateanwendung besonders intensiv betrieben werden. Dazugehört die mindestens einmal jährliche Anwendung von Fladenpräparat (oder Vergleichbarem) auf allen Flächen.

(Auszug aus: Demeter-Richtlinen des deutschen Demeter-Verbandes mit Stand vom Dezember 2009; Abschnitt IV.2.1 Seite 1; Quelle hier, abgerufen am 05.12.2010)

Demeter-Landwirte sind also angehalten biologisch-dynamische Präparate auf ihren Nutzflächen auszubringen, ganz gleich ob sie Tiere halten oder nicht, letzteres sollte jedoch nur Ausnahme sein. Was sind diese Präparate? Dabei handelt es sich um Flüssigkeiten, in denen mineralische pflanzliche und tierische Substanzen gelöst sind und die nach einem speziellen Verfahren zubereitet werden müssen. Der Sinn dahinter liegt darin, die kosmischen Kräfte mit tierischen und pflanzlichen Qualitäten zu bereichern, bevor sie im Boden und in der Pflanze ihre Wirkung tun. Wesentlich dabei sind die tierischen Bestandteile als sogenannte Hülle, also Rinderdärme, Rinderhörner, Haustierschädel, Bauchfell vom Rind, Hirschblasen (mehr Infos dazu: hier).

Wer also als Demeter-Bauer auftritt, ganz gleich seines persönlichen Lebensstils, macht damit Werbung für ein Landbaukonzept, in dem die Nutzung von Tieren derartig tief eingebrannt ist, dass man sie im Grunde nicht herausbekommt, selbst wenn man es wollte. Im Gegenteil: die kosmologische Herleitung der Notwendigkeit der Tierhaltung im landwirtschaftlichen Organismus ist ein willkommenes, weil schwer wiederlegbares Argument für die Notwendigkeit der Ökonomisierung von Tieren.

Zurückkehrend auf die Frage, warum gerade ein Demeter-Landwirt Werbung für vegane Landwirtschaft machen muss, bleibt Verwunderung. Vor allem, wenn es bessere Beispiele gibt, die sich ohne Not hätten finden lassen können.

Das Vegan Organic Network in Großbritannien hat seit Mitte der 1990er Jahre ein Landwirtschaftskonzept entwickelt, welches genau auf die Ökonomisierung von Nutztieren verzichtet. Das Resultat: nutztierlos-organische Landwirtschaft auf Basis einer konsequent pflanzlichen Fruchtbarkeitsbildung des Bodens, mit eigenem institutionellen Rahmen, mit eigenen Richtlinien für kommerziellen Anbau, in Kontrollkooperation mit dem größten britischen Anbauverband, der Soil Association.

Unter anderem werden auch in den Standards von VON die Rahmenbedingungen definiert unter denen Tierhaltung in Form von sogenannten Gnadenhöfen möglich ist. Zusammenfassend heisst es dort sinngemäß, dass kein tierischer Dünger anfallen darf, der in den veganen Anbauprozess zurückfliesst (siehe hier, Abschnitt 3.5, Seite 7). Dies dürfte die Stallhaltung von sogenannten Gnadentieren, bei der tierlicher Mist anfällt, praktisch ausschließen, was zu der Frage führt, ob die Kombination von Gnadenhöfen und veganen Landbaubetrieben praktizierbar ist.

In Sachen Landbau dürfte das Vegan Organic Network in Großbritannien mit der Leistung, einen Kriterienkatalog für definierbare vegane Landwirtschaft entwickelt zu haben, unbestritten als vorrangige Referenz gelten. Dass das Praktiker_innenportal von VON www.stockfreeorganic.net bei der Veganen Gesellschaft D nur in einer unkommentierten Linkliste auftaucht, verwunderte mich daher etwas.

In anderen Ländern gibt es ähnliche Entwicklungen wie in UK, teils im engen Austausch mit VON, teils unabhängig, jedoch bei Weitem nicht so institutionell fortgeschritten wie in Großbritannien. Im deutschsprachigen Raum gibt es das informelle Biologisch-Vegane Netzwerk und den wenig aktiven Verein BioVegaN in Österreich als Zusammenschluss von veganen landbau-affinen Menschen, die ein veganes Landbaukonzept verbreiten. Eine gut organisierte und strukturierte Basis für diese Arbeit gibt es bislang noch nicht. Ein Problem ist vor allem auch, dass es bislang nicht genügend kommerzielle Betriebe gibt, die an einer gemeinsamen Richtlinienpolitik nach Vorbild von VON Interesse haben, geschweige denn in Ansätzen Veganismus als Konzept befürworten.

Natürlich wäre es erfreulich, wenn sich dies hierzulande baldmöglichst ändert. Für Menschen, die daran mitwirken wollen, wäre der erste Schritt mit Leuten in Kontakt zu treten, die sich lose im Bio-Veganen Netzwerk organisiert haben und das Konzept bereits verbreiten. Eine Möglichkeit bietet die Teilnahme in der Mailingliste. Dort findet man Kontakt zu Ansprechpartner_innen für Vorträge zum Thema oder auch Tipps und Ratschläge wie sich veganer Gemüsebau im eigenen Garten umsetzen lässt. Für offenere Diskussionen steht ein Forum hier zur Verfügung.

Vielleicht bietet die Auseinandersetzung mit der Veganen Gesellschaft Deutschland die Möglichkeit, vegane Landbauideen mit einer höheren Qualität zu verbreiten. Ein weiterer Schritt wäre es nämlich, dort Inhalte einzubringen, damit vegane Landwirtschaft nicht als diffuses Konzept von Demeter-Bauern verbreitet werden muss.

Repost eines Artikels vom 5. Dezember 2010, da die Originalveröffentlichung nicht mehr existiert.

Aktuelle Anmerkung: auch bis dato hat sich nicht viel an der Haltung des bundesdeutschen Demeter-Verbandes geändert. Auf einer Podiumsdiskussion am 12.11.2013 in Berlin wurde die Notwendigkeit einer Integration von „Nutz“tieren in die Landwirtschaft gemäß dem Demeter-Leitbild gefestigt. Eine Zusammenfassung der Veranstaltung auf der Webseite des Demeter-Verbandes gibt es hier.

Weitere aktuelle Anmerkung: der italienische Demeter-Betrieb trägt, zumindest was den dort produzierten Wein angeht, das Label der britischen Vegan Society UND des Demeter-Verbands. Die Betriebsleiterin garantiert auf der englischsprachigen Webseite vegane Tierhaltungsstandards. Die Formulierung, dass die gehaltenen Tiere die Pflanzen mit Nährstoffen versorgen ist aber auch dort zu finden.

Autor*in des Artikels: Daniel Mettke

Dipl. Ing. (FH) für Ökologische Landwirtschaft und seit ca 2003 aktiv im BVN. Ich bin aktiv für bio-veganen Anbau und blogge auf biovegan.org über Aktivitäten des BVN und nahestehende, landbaubezogene Themen.

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15 Kommentare zu “Was ist vegane Landwirtschaft? Eine Kritik an der Darstellung der Veganen Gesellschaft Deutschland

  1. Hallo Odi,

    gerne. Übrigens sollen hier keine alten Kamellen aufgewärmt werden oder die alte Kritik an der VGD wiederbelebt werden. Die Wiederveröffentlichung hat vorrangig archivarischen Zweck. Die Kritik am biologisch-dynamischen Anbau im Besonderen und der Antroposophie im Allgemeinen aus (bio)-veganer Perspektive wird vermutlich demnächst in der „Tierbefreiung Aktuell“ nochmals erörtert. Darauf darf man gespannt sein.

    Viele Grüße und ein erfolgreiches Jahr 2014,

    Daniel

  2. Habe bezgl. dieses Artikels der VGD folgende Email an die VGD gesandt.

    „Hallo zusammen,
    in ihrer Info (Webseite) zum veganen Landbau taucht doch immer noch ein Zitat eines Demeter-Landwirts aus. Sie wissen, dass die Demeter-Philosophie durchaus Tiere als Nutztiere verwendet, deren Gülle sogar Pflicht von Demeterbauern ist , sie auf die Felder zubringen und zu düngen. Es wäre für die Vegane Gesellschaft sicherlich angebracht, dass sie eine Richtigstellung zu Demeter publizieren und letztlich für diesen Verband keine „Werbung“ machen.
    Das passt nicht mit dem veganen Gedanken zusammen. ich frage mich, ob es nicht auch für die Vegane Gesellschaft Zeit wird, sich mit den Netzwerken zu verbinden, die auch für veganen Landbau einstehen.
    Ich bitte Sie als Fördermitglied mit dem Bio-Veganen Netzwerk (BVN diesbezgl zu einer Zusammenarbeit zu kommen. Das mindeste wäre eine Verlinkung. Auch kann Ihnen das BVN sicherlich Adressen von bio-veganen Betrieben zwecks Info zukommen lassen. eine Richtigstellung zu Demeter und letztlich für diesen Verband keine „Werbung“ zu machen.

    mit veganen Grüssen

    Gerhard Fischer

    Antwort bisher ausgeblieben, warten wir mal. Aber als fördermitglied erwarte ich schon eine Response.

  3. Ich denke da wird keine Antwort kommen. Auf der Startseite deren Webseite wird noch für die Veganmesse im November 2013 geworben. Die Zahl 2014 habe ich außer auf dem automatischen Copyright nirgendwo gefunden. Es wirkt so als sei alles in der „Gründungsphase“ hängen geblieben. Ich hoffe ich irre mich, aber im Moment buche ich diese „Gesellschaft“ unter peinlich ab. Vielleicht reichen ja die Mitgliedsbeiträge wenigstens um 2-3 Leute durchzufüttern (hoffentlich vegan)

  4. Anscheinend fehlt der VGD eine gehörige Portion Kompetenz im Bereich des bioveganen Landbaus. Trotzdem äußert man sich von Seiten der VGD dazu. Dieser Kommentar, der vor wenigen Tagen (17.07.2014) auf der Facebook-Seite der VGD als kritische Reaktion auf einen „vegan-feindlichen“ Artikel in der Zeit Online veröffentlicht wurde, klingt nicht gerade fundiert (in dem Artikel wurde u.a. behauptet, dass nachhaltige Landwirtschaft nicht ohne tierischen Dünger möglich wäre). Könntet ihr die VGD einmal darüber aufklären, was biovegane Landwirtschaft genau bedeutet und was man bisher aus wissenschaftlicher Sicht darüber sagen kann, damit nicht weiter so absurd anmutende Halbwahrheiten und Unwahrheiten von ihnen veröffentlicht werden, die den bioveganen Landbau in der Öffentlichkeit eher lächerlich erscheinen lassen? Hier der Kommentar:

    Christian Vagedes (17.07.2014, Facebook-Page der VGD:
    „Was Frau Raether hier schreibt ist buchstäblich »Mist«. Denn Gülle ist für die Umwelt ebenso eine Belastung wie andere Überdüngungen. Studien beweisen: (Veganer) Kompostdünger mit Regenwürmern ist effizienter und umweltschonender als Tiermist oder Gülle. Mit Phosphatdüngung hat das nichts zu tun. Abgesehen davon hat schon der Begründer der dynamischen Wirtschaftsweise gewusst, dass vegan die Zukunft ist. Begründet hat er das übrgens mit dem Leiden der Tiere. Typisch für Raether ist die formulierte Ausrede über Ausnahmegegenden auf der Welt: Fangen wir doch bei uns mit veganer Landwirtschaft an. Unsere überdüngten Böden haben es bitter nötig. Die Todeszonen um die Küsten der Welt herum sind ein Produkt der Überdüngung. Auch durch Tierdung. Und wenn alle vegan leben würden, müssen wir bedeutend weniger Pflanzen anbauen als heute. Deswegen brauchen wir dann auch viel weniger Dünger.“

  5. Hallo Daniel!
    In der aktuellen Schrot & Korn schreibst Du, dass u. A. bei Demeter Betriebe zu finden sind, die viehlos oder Bio- Vegan wirtschaften. Sowie ich es aber aus den hier stehenden Texten verstehe, erlaubt der Verband dies doch gar nicht, oder gibt es Ausnahmen?

    • Hallo Janina,

      in Hinblick auf die Verwendung von tierlichen Düngemitteln gibt es wohl teilweise Ausnahmen, teilweise konkreter Natur, manchmal auch nur dahingehend, dass Düngemittelkooperationen nur auf dem Papier existieren. Als jemand, der nicht in der bio-dynamischen Szene unterwegs ist, bin ich darauf angewiesen, dass anzunehmen, was mir zugetragen wird, ich weiß in dem Fall von wenigstens einem Betrieb, den die Thematik umtreibt. Ggf. vermittle ich dorthin gerne den Kontakt. Richtig ist, dass die Verwendung von bestimmten bio-dynamischen Präparaten, die durch die Richtlinien verbindlich vorgeschrieben sind, im weiteren Sinne nicht vegan ist. Zumindest dann nicht, wenn dabei auf tierliche Teile aus der „Schlachtkörperverwertung“ und der „Nutztier“haltung zurückgegriffen wird. Rein theoretisch wäre die „Wildsammlung“ der tierlichen Gefäße und Zutaten z.B. beim Hornmistpräparats denkbar, was dann im engeren Sinne immer noch in Bezug auf die Bio-vegan Definition der englischen Richtlinien unvereinbar wäre, möglicherweise aber auch einen akzeptablen Kompromiss darstellen könnte. Die Frage ist dann ja vielmehr auch, ob solche Präparateanwendung überhaupt einen nachweislichen Nutzen für die Bodenfruchtbarkeit bewirken oder vielmehr rituellen Glaubenscharakter haben und es keinen Unterschied macht, ob man nun tierliche oder vegane Zutaten verwendet oder gar keine. Aber da beschäftigt man sich recht schnell mit ideologischen Grundsätzen der bio-dynamischen Landwirtschaft und ihrer Auslegung durch den demeter-Verband. Wenn man gedanklich soweit ist diese Auslegung zu hinterfragen (egal ob prinzipiell oder in Bezug auf Verfahrensvorschriften) läuft es vermutlich zwangsläufig darauf hinaus, dass man freiwillig aus dem demeter-Verband austritt.

      Viele Grüße, Daniel Mettke

  6. Ich arbeite in einem Demeter Betrieb und habe Ihren Artikel gelesen. Mein Fazit ist: Ihr habt zu viel Zeit und solltet vielleicht einmal richtig arbeiten gehen. So einen Stumpfsinn habe ich ja noch selten gelesen. Wenn es den einen Menschen langweilig wird kommen Sie auf solche Gedanken.
    Wenn die „Super Veganer Elite“ aus dem Demeter Verband aussteigen will – bitte, nur zu. Euch braucht kein Mensch.
    Hors-Sol ist die Lösung für euch, keine tierische Präparate, nur reine feinste Chemie. Macht doch bitte bitte das, dann müssen wir uns auch nicht mehr so lange mit euch auseinander setzen. Die natürliche Selektion wird dann das Gleichgewicht wieder herstellen.

    MfG

    • Irrationalismus macht aggressiv und unbelehrbar – dafür waren die Anthros schon immer ein glänzendes Beispiel. Es kann also nur von Vorteil sein, sich von ihnen und ihren Wahnvorstellungen zu distanzieren.

  7. Also ich habe hier den Eindruck, dass zwei Exreme aufeinanderprallen.
    Ich denke, es ist weder sinnvoll, die Haltung von Nutztiern als unabdingbar zu propagieren, wie es der Demeter-Verband versteht, noch ist es sinnig, Tierkot/-urin als Dünger strikt abzulehnen. Auch vor der Domestizierung von Tieren liefen sicher Rehe und Schweine über die Felder der Menschen und hinterließen hier und da ihre Exkremente. Ist dann die Nutzung von Komposttoiletten-Inhalten auch tabu?

    • Tiere, Tierkot und Urin sind selbstverständlich auch im bio-veganen Landbau zu finden, denken wir an Wildtiere, die Felder überqueren und Vögel, die etwas fallen lassen oder an den Kompost, eine der Primärquellen der Fruchtbarkeit im bio-veganen Landbau, der sich ohne die Umsetzung der vielen Kleintiere, ihr Tun und Vergehen und ihre Hinterlassenschaften nicht entwickeln könnte.

      Allerdings können auch Regenwürmer Gefahr laufen, zu „Nutz“tieren zu werden, insbesondere in Regenwurmfarmen zur Produktion von Regenwurmhumus. Dieser ist dann im bio-veganen Landbau nicht zulässig. Der von den frei lebenden Kompostwürmern hingegen schon – ich hoffe, das Beispiel macht deutlich, wo in etwa die Grenzen verlaufen …

      Kompostkloinhalte oder menschlicher Urin kann im bio-veganen Garten verwendet werden, sie stammen ja nicht von „Nutz“tieren. Verboten in den Standards sind sie meines Wissens, weil sie generell für den Ackerbau verboten sind (also auch tierhaltende Betriebe dürfen keine Kompostkloinhalte nutzen – wobei ich nicht weiß, ob sich da inzwischen etwas geändert hat).

      Soweit meine Sicht dazu.

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