Bio-Vegane Landbautage 2015

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Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der bio-veganen Landbautage mitte November! Wir möchten uns sehr herzlich für euer solidarisches Miteinander und die tolle Unterstützung bedanken. Euer Engagement und eure positiven Feedbacks haben uns sehr beflügelt. Danke!!! Wir sehen die Tagung als vollen Erfolg! Seit Mitte Februar ist auch der Tagungsband online. Ihr könnt ihn unter: biovegan.org/tagungsband_BVLT2015 downloaden. Viel Freude beim Lesen!

Es grüßt euer Tagungsteam

Unter dem Motto „Gemeinsam den Boden bereiten – Nutztierfreie Landwirtschaft als Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz“ veranstaltete das Bio-Vegane Netzwerk im Bund für Vegane Lebensweise erstmals seit über 10 Jahren vom 13.-15. November 2015 wieder die Bio-Veganen Landbautage.

Einleitung

Kaum eine Woche vergeht, in der die gegenwärtig dominierende Form der nach industriellen Maßstäben wirtschaftenden und tierhaltenden Landwirtschaft nicht im Schlaglicht der Öffentlichkeit steht. Die Landwirtschaft, die uns ernährt und uns billige Lebensmittel beschert, wird zunehmend als riesiger Problembereich erkannt, der zukunftsträchtige Lösungsansätze erfordert. Ganz gleich, ob es sich um Fragen nach mehr Tierschutz und Tierrecht, sozialen Arbeitsstandards, Überdüngung, Gülle- und Nitratproblemen in Gewässern, Biodiversitätsverluste durch Pestizide oder nach dem gewaltigen Beitrag der “Nutz”tierhaltung zum Klimawandel handelt – immer wieder werden uns die Folgen herrschender Produktionsmethoden für die Tiere, unsere natürlichen Ressourcen und nicht zuletzt auch für uns vor Augen geführt.

Die in den letzten Jahren gestiegene Aufmerksamkeit für Fragen und Probleme rund um das Themenfeld „Landwirtschaft und Ernährung“ hat schon jetzt zu deutlich wahrnehmbaren gesellschaftlichen Veränderungen geführt. Immer mehr Konsument*innen kaufen Ökoprodukte, die Zahl der Vegetarier*innen in der Bevölkerung vieler westlicher Länder steigt stetig und mit ihr auch der Anteil vegan lebender Personen. Dabei kommen insbesondere im Veganismus mit seiner generellen Ablehnung der tradierten “Nutz”tierhaltung und ihrer Erzeugnisse Fleisch, Eier und Milch neben tierethischen Motiven vermehrt auch umweltbedingte und gesundheitliche Motivationen zum Tragen. Und der Markt reagiert: Immer mehr vegane Produkte und Geschäftsideen kommen in die Regale und bereichern das gastronomische Angebot der Städte, ein Abflauen dieses wirtschaftlichen Trends ist bislang nicht erkennbar.

Die Gesellschaft transformiert sich und auch in der Landwirtschaft wollen neue Wege beschritten werden. Bislang sind Produkte mit veganen Inhaltsstoffen zwar rein pflanzlich, doch kommen auch im Acker- und Gemüsebau meist Düngemittel tierlichen Ursprungs zur Verwendung. Die bio-vegane Landwirtschaft steht hingegen für ein Anbausystem, in dem tierliche Bestandteile durch pflanzliche ersetzt und die Grundsätze der ökologischen Landbewirtschaftung mit veganen Idealen verbunden werden sollen. Ökologische “Nutz”tierhaltungssysteme möchten wir kritisch hinterfragen und Formen des veganen Biolandbaus erforschen und organisieren.

Ziele der Tagung

Unsere Tagung will hier den Anstoß geben und lädt alle interessierten Akteur*innen aus Praxis, Umweltschutz, Politik, Forschung, Lehre, Handel, Wirtschaft und Verbraucher*innenschaft ein, die Potenziale und Herausforderungen „nutz“tierfreier, ökologischer Anbausysteme auf allen Ebenen (auch kritisch) zu erörtern und zu vertiefen. Ziel ist es, erste gemeinsame Maßnahmen abzustimmen, um veganen Öko-Landbau als konstruktiven Lösungsansatz in den gesellschaftlichen Diskurs und die betriebliche Praxis zu bringen, z.B. durch die Gründung eines eigenen Anbauverbandes. Es soll außerdem Möglichkeiten für Landwirt*innen geben, von ihrer Arbeit zu berichten und sich weiterzubilden, um eine bessere Verzahnung von Praxis und Lehre/Forschung herbeizuführen.

Methodengestütztes Kennenlernen mit Vernetzungsmöglichkeiten, inhaltliche Vorträge durch Referent*innen verschiedener relevanter Bereiche, Kleingruppenarbeit und Diskussionen, sowie eine Zukunftswerkstatt werden die Kernelemente der Tagung darstellen. Hier wollen wir gemeinsam den Boden für Folgeprojekte, Bündnisbildung und weitere Zusammenarbeit bereiten.

Die inhaltlichen Vorträge sind in die Blöcke „Nährstoffversorgung im veganen Landbausystem“, „Formalisierung und weitere Schritte zur Verbandsgründung“, „Umweltschutz und tierethische Aspekte“ sowie „Anbau von Körnerleguminosen“ eingeteilt.

Eine detaillierte Übersicht zu den Themen, Referent*innen und dem Programm finden Sie in den folgenden Abschnitten.

Themenblöcke und Referent*innen

Folgende Referent*innen sind angefragt oder haben bereits zugesagt:

1. Block: Nährstoffversorgung im veganen Anbausystem

  • Margarete Langerhorst – Meine Mischkulturenpraxis. Vegane Permakultur in Oberösterreich. [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]
  • Michaela Primbs – Vegan Agriculture: Ein Einblick in die Betriebspraxis Iain Tolhursts  [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]
  • B. Sc. Jan-Hendrik Cropp (under_cover GbR) – Mit Bio-Veganem Landbau die Bodenfruchtbarkeit steigern. Warum wir keine Tierausbeutung brauchen, um unsere Böden aufzubauen. [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]
  • Nikola Schwarzer, Ariane Krause, Julia Klomfass (KanTe, IGZ, TU Berlin) – Angepasste Technikentwicklung und Kompostierung zur Nährstoffrückführung in der veganen Landwirtschaft und im Gemüsebau. Unsere Perspektive.  [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]
  • B. Sc. Daniel Hausmann (HNE Eberswalde) – Vergleich der Nährstoffbilanzen zweier alternativer Methoden der Kleegrasverwertung auf vegan wirtschaftenden Ökobetrieben.  [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]
  • B. Sc. Roland Teufl (BoKu Wien) – Ökosystem Waldgarten.  [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]
  • Mag. Robert Rotter (Multikraft) – Effektive Mikroorganismen/Bokashi und Terra Preta zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit.  [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]

2. Block: Strukturen, Formalisierung und weitere Schritte zur Verbandsgründung

  • Jenny Griggs (Vegan Organic Network UK) – Der Prozess der Verbandsgründung in Großbritannien.  [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]
  • Dipl. Ing. Daniel Mettke (Bio-Veganes Netzwerk) – Das Biologisch-Vegane Netzwerk: Strukturen in Deutschland.  [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]
  • B. Sc. Anja Bonzheim (HNE Eberswalde)– Definition, Motive und Beratungsbedarf in der bio-veganen Landwirtschaft in Deutschland  [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]
  • M. A. Konstantinos Tsilimekis (Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt)– Die bio-vegane Landwirtschaft aus der Sicht von Tierschutz- und Tierrechtorganisationen.  [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]
  • Dr. Amanda Baker (Vegan Society) – Das V-Labeling. Tendenzen bei den veganen Verbraucher*innen. [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]
  • Franziska Aschenbach (GfRS) – Einblick in die Biokontrollstelle. Das Prozedere der Bio-Zertifizierung  [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]
  • Meike und Arne Wessel (Gemeinschaftsgärtnerei Wildwuchs) – Aufbau einer bio-veganen CSA  [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]

3. Block: Umweltschutz und tierethische Aspekte

Bereich Umweltschutz:

  • Alexander Schrode (NAHhaft e.V.) – Flächen-, Ressourcen- und Klimaschutz bei Umstellung auf eine Landwirtschaft ohne „Nutz“tiere [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]
  • Hans Hoecker (Fruchtwechsel e.V.) – Betriebsberatung für Naturschutz.  [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]
  • Dipl. Ing. Daniel Fischer (Boden- und Agrarwissenschaftler aus Halle (Saale)) – Bodenfruchtbarkeit: Warum vegan auch gut für den Boden ist. [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]

Bereich Tierethik:

  • Dr. Friederike Schmitz – Tierrechte: Warum keine Nutztiere? Und was ist mit Schädlingen? [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]

4. Block: Anbau von Körnerleguminosen

  • M.Sc. Lisa Brünjes (Georg-August-Universität Göttingen)– Anbau, Nutzungspotentiale und aktueller Züchtungsstand von Ackerbohnen und Erbsen  [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]
  • Dr. Brigitte Ruge-Wehling (Julius Kühn Institut) – Die Süßlupine: Erhöhung der Anbaubedeutung in Deutschland [marker color=“#81d742″ textcolor=“#ffffff“]zugesagt[/marker]

Die Themenliste ist geschlossen.

Programmablauf

Das detaillierte Tagungsprogramm wird in Kürze veröffentlicht.

Stand: November 2015, Änderungen vorbehalten
Freitag13. NovemberSamstag14. NovemberSonntag15. November
UhrzeitProgrammpunktUhrzeitProgrammpunktUhrzeitProgrammpunkt
8:00Frühstück8:00Frühstück
9:15Vorträge Block 19:30Zukunftswerkstatt Bio-vegane Landwirtschaft
10:45Pause11:45Abschluss
11:00Vorträge Block 112:00Mittagessen
12:30Mittagessen12:45Zimmer/Küche/Tagungsräume säubern, gemeinsames Aufräumen
14:00Workshops Block 314:00Abreise
15:45Kaffeepause
16:00Vorträge Block 4, parallel Mitgliederversammlung BVL
17:00Pause
ab 17:00Anreise17:15Vorträge Block 2
18:30Abendessen18:45Abendessen
19:30Eröffnung19:45Vorträge Block 2
20:00World Café 21:15Pause
21.30Landbautagekino: 10 Milliarden - Wie werden wir alle satt (Valentin Thurn)

Unterstützer*innen

In der Vorbereitung und der Umsetzung der Tagung wird das Bio-Vegane Netzwerk durch folgende Organisationen finanziell, personell oder logistisch unterstützt:

Weitere unterstützende Organisationen sind notwendig, um die Bio-Veganen Landbautage erfolgreich durchzuführen. Sofern Ihre Organisation noch nicht angeschrieben wurde, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme, wenn Sie uns dabei helfen wollen. Wir freuen uns auch über Produktspenden. Gerne können Sie Infomaterial über Ihre Organisation oder Ihr Unternehmen auf die Tagung mitbringen.

Förderer

Für die Bio-Veganen Landbautage wurden an mehreren Stellen Förderungen beantragt. Bisher wurde von Animal Rights Watch (ARIWA), der Stiftung Tiernothilfe/ (Tierrechtstopf 2014), der Vegeterra – Stiftung Vegetarisch Leben und dem Charity Pot von LUSH Fresh Handmade Cosmetics finanzielle Unterstützung bewilligt.

Sponsor*innen:

Folgende Unternehmen unterstützen die Bio-Veganen Landbautage durch großzügige Produktspenden:

Tagungsort

Die Bio-Veganen Landbautage fand vom 13.-15. November 2015 auf der Burg Lohra statt. Die Burg ist südlich des Harzes im thüringischen Landkreis Nordhausen, zwischen Göttingen und Halle gelegen.

Die Adresse lautet:

Burg Lohra
Amt Lohra 7
99759 Großlohra

Versorgt wurden wir auf der Tagung durch ein veganes Küchenkollektiv in veganer, biologischer und vollwertiger Qualität.

Getränke wie Saft, Bier und Limo können auf der Tagung gegen einen UKB erstanden werden, Tee und Wasser wird es immer aus der Küche geben.

Die Unterbringung erfolgt in Zwei- Drei- und Mehrbettzimmern, leider ist keine Einzelunterbringung in der Burg möglich.

Sollten Sie darauf Wert legen, finden Sie eine Auswahl von Ferienwohnungen und Hotels mit Einzelzimmerangebot in der Nähe des Tagungsorts hier. Bitte haben Sie Verständnis, dass das Tagungsteam nach Absprache nur für Referent*innen externe Übernachtungsmöglichkeiten organisiert. Bitte geben Sie eine externe Unterbringung unbedingt in der Vermerkzeile des Anmeldebogens mit an!

Bitte beachten: das Mitbringen von Hunden in die Räumlichkeiten der Burg Lohra ist laut Hausordnung leider nicht gestattet. Sorgen Sie bitte frühzeitig für die Betreuung Ihrer vierbeinigen Freund*innen!

An- und Abreise, Mitfahrbörse

Am Freitag können ab 17 Uhr die Zimmer bezogen werden. Wir empfehlen für ein stressfreies Ankommen eine Anreise zwischen 17 und 18.30Uhr, da es dann Abendessen geben wird. Die Abreise am Sonntag erfolgt um 14 Uhr.

Bitte beachten Sie die Hinweise des Tagungshausbetreibers zur An- und Abreise. Die nächste Bushaltestelle ist „Friedrichslohra/Wartehalle“ die vom Bus Nr. 29 aus Richtung der nächsten Bahnhöfe Gebra/Hainleite, bzw. Nordhausen angefahren wird. Das Tagungsteam versucht gerne ein Gepäck- oder Personenshuttle von der Bushaltestelle zur Burg für Sie zu organisieren. Bitte kontaktieren Sie uns dazu nach Anmeldung und teilen uns Ihre genauen Ankunftsdaten mit.

Unsere extra für die Landbautage angelegte Mitfahrbörse mit bereits hinterlegten Angeboten und Gesuchen finden Sie hier. Wir freuen uns, wenn Sie sich zwecks An- und Abreise im Sinne des Klima- und Ressourcenschutzes zu Reisegemeinschaften zusammenfinden.

Anmeldung und Teilnahmebeitrag

Die Anmeldeliste ist nun voll, leider ist das Platzkontingent auf der Burg Lohra ausgeschöpft. Die Warteliste ist geschlossen. Die letzten zur Verfügung stehenden Teilnahmeplätze werden in chronologischer Reihenfolge vergeben. Wir bitten um Verständnis.

Die Landbautage werden per Audio, Video und durch den geplanten Tagungsband dokumentiert werden. Wer noch nicht bezahlt hat, kann dies noch tun, wir bitten allerdings um eine zusätzliche Spende in Höhe von 5€ für den Mehraufwand und die Umstände der zu späten Bezahlung. Gerne kann gespendet werden.

Die Kontodaten sind:
Bund für Vegane Lebensweise e.V.
IBAN DE11830944950003174034
BIC GENODEF1ETK
EthikBank (Eisenberg)
Stichwort: „Tagungsbeitrag Bio-Vegane Landbautage“

Bei früher Anmeldung bis 13.09.2015 erhält jede*r Teilnehmer*in einen FRÜHBUCHUNGSRABATT von 20%:

40,00 € (ermäßigt¹) bis 13.09.2015
60,00 € (regulär)  bis 13.09.2015

Nach dem 13.09. liegt die ermäßigte¹ Tagungsgebühr, inklusive 2 Übernachtungen und Verpflegung bei 50,00 €. Der reguläre Tagungsbeitrag liegt bei 72,00 €.

Die Tagungsanmeldung kann online, per Post oder E-Mail mittels Anmeldeformular erfolgen.

Zur Online-Tagungsanmeldung
Zum Offline-Anmeldeformular

(¹ Ermäßigungen gelten für Arbeitslose, Auszubildende, Rentner*innen, Mitglieder des BVL und Studierende, ein Berechtigungsnachweis muß bei Tagungsbeginn vorgelegt werden können)

Kontakt

Schreiben Sie uns eine E-Mail an
landbautage@biovegan.org
oder kontaktieren Sie unser Tagungsteam zur Beantwortung Ihrer Fragen gerne auch telefonisch.
Telefon: 01577-4029047 (Anja Bonzheim)

Hinweis

Das Tagungsteam freut sich über viele am bio-veganen Landbau Interessierte. Uns ist ein wohlwollender, friedlicher Umgang sehr wichtig. Fremdenfeindliche, diskriminierende und anderweitig menschenverachtende Verhaltensweisen und Positionen werden durch die Tagungsveranstalter*innen nicht toleriert.

Die Tagung findet entsprechend dem Selbstverständnis des Bio-Veganen Netzwerks statt.