2. Welche Nachteile seht ihr beim konventionellen Anbau?

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Der sogenannte konventionelle Anbau meint heute eigentlich unsere industrielle Landwirtschaft. Hier werden synthetische Düngesalze, Gülle und Pestizide verwendet, mit all ihren schädlichen Folgen, wie hoher Energieverbrauch, Auswaschung ins Grundwasser, Trinkwasserbelastung, schadstoffbelastete und wässrig aufgedunsene Feldfrüchte, Belastung durch antibiotikaresistente Keime, geringer Humusgehalt, Bodenverdichtung und Erosion, gestörtes Bodenleben, Tötung von Insekten und Kleinsäugern durch Biozide u.a.m..

Was die Tierhaltung anbelangt führte zunehmende Spezialisierung der Betriebe zu immer größeren Tierbeständen.
Gerade einmal ein Dutzend Unternehmen haben den Tierzucht Markt inzwischen unter sich aufgeteilt.1 Die Tiere werden  durch züchterische Auswahl und Mißachtung ihrer Bedürfnisse den auf Profitmaximierung ausgelegten Haltungsformen in der Massentierhaltung angepaßt.

Das Kraftfutter muss zugekauft werden (auch bei Mischbetrieben mit Ackerbau mit teils eigenem Futter), mit schlimmen Folgen für die Landwirtschaft und die Menschen in den Ländern aus denen es importiert wird (z.B. gentechnisch verändertes Soja aus Südamerika).

Die anfallenden Gülleüberschüsse mit all ihren Medikamentenrückständen und Krankheitserregern müssen entsorgt werden, was zur Überdüngung betriebseigener Flächen führt. Da meist nicht genug eigene Flächen vorhanden sind, müssen noch weitere Flächen angepachtet werden.

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1 Zeit-Online „Das Tierzucht-Monopoly“ von Marlies Uken 25. Januar 2012

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3. Welche Nachteile seht ihr in der Bio-Landwirtschaft allgemein?

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