Nährstoffe und Bodenhilfsstoffe

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Inhalt dieser Seite: Bio-veganer LandbauDüngemittel-Kritik

Bio-veganer Landbau

Allgemein

Wie die Nährstoffzufuhr in einem bio-veganen Betrieb praktikabel durchgeführt werden kann ist in den Bio-veganen Standards beschrieben. Interessant hierzu sind insbesondere die folgenden Abschnitte:
2. Der Schutz des Bodenlebens und der Bodenstruktur
3. Primärquellen der Bodenfruchtbarkeit
4. Kompostierungsverfahren
5. Zusätzliche Nährstoffe
7. Fruchtfolgen

Vegane Dünger

Im Forum gibt es bereits eine stattliche Sammlung veganer Dünger bzw. Alternativen zu Mist, Gülle, Knochen-, Feder- und Blutmehl oder Hornspänen, die als zusätzliche Nährstoffquellen in Frage kommen (Hauptquellen der Fruchtbarkeit sind Gründüngung, Schnittmulch und Kompost).

Vergleichende Untersuchungen (pflanzl. vs tierl. Stickstoffdünger):

Gründüngung

Den Winter zur Stickstoffversorgung nutzen: „Stickstoffversorgung von Feldgemüse und Mais nach Winterzwischenfrucht-Leguminosen“

Mulch

  • Was ist mulchen?
  • Grünguthäcksel eignet sich gut zur Unkrautunterdrückung und für die Zufuhr organischer Substanz und Nährstoffe: “Grünguthäcksel wirkt vielfach“ (Der Link unter bodenfruchtbarkeit.org/639.html funktioniert leider nicht mehr).

Phosphat

  • Allgemeines zu Phosphor, zurückgehenden Rohstoffreserven und zur Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm und Urin: „Ohne Phosphor geht nichts“ (arte Nov. 2013)
  • Wie durch sinnvolle Fruchtfolge die Phosphataufnahme von phosphataneignungsineffizienten Pflanzen verbessert werden kann: „Phosphat-Mobilisierung durch Haupt- und Zwischenfrüchte“
  • Zur Verbesserung der Phosphataufnahme siehe auch den nächsten Abschnitt (Aktive Nährstoffmobilisierung / Mykorrhiza).

Aktive Nährstoffmobilisierung / Mykorrhiza

  • Zur „aktiven Nährstoffmobilisierung“ siehe Regenwurm-Heft Nr. 2 – Seite 4 („Hilfe zur Selbstversorgung“).
  • Zur Bedeutung der Mykorrhiza für die Nährstoffaufnahme und wie sie in der Landwirtschaft gefördert werden kann: „Mykorrhiza – faszinierende Lebensgemeinschaft im Boden“ (der Link unter bodenfruchtbarkeit.org existiert leider nicht mehr – suche alternativ bei fibl.de nach Mykorrhiza) und Regenwurm Heft Nr. 3 – Seite 7

Warum kein Algenkalk?

Laut der bio-veganen Standards sollen die Algenkalke aus lithothamnium coralloides und phymatolithon calcareum nicht verwendet werden. Aufschluss über die Gründe gibt z.B. der Fachartikel „Algenprodukte im Biolandbau“.

Kritik an zugelassenen Düngemitteln nach EG-Öko-Verordnung

Konventionelle Reststoffe und Schalchtabfälle

Auch in der Biolandwirtschaft sind fragwürdige Produkte zur Düngung zugelassen. So dürfen sowohl pflanzliche als auch tierliche Stoffe aus konventioneller Landwirtschaft (Mist/Gülle) und von Schlachtabfällen der industriellen Tierhaltung stammen (z.B. Feder-, Blut-, Knochen-, Fleisch-, Fischmehl, Borsten, Wolle, Milcherzeugnisse, Reststoffe der Penicillinherstellung, Treber, Maische, Rizinusschrot, …). Fragwürdig sind diese Produkte in Bezug auf Nachhaltigkeit, Energieaufwand, Herkunft (Transport), Hygiene (Krankheitserreger), Kontaminierung mit Schadstoffen oder GVO und in ethischer Hinsicht.

Siehe EG-Öko-Verordnung: „Anhang I: Düngemittel, Bodenverbesserer und Nährstoffe“

MIST – warum er mist ist

Mist ist nicht nur eines von vielen Tierausbeutungsprodukten, das schon deshalb im (bio-)veganen Anbau keinen Platz hat. Er lockt darüber hinaus auch Pflanzen“schädlinge“ an, fördert Krankheitskeime, enthält oft Medikamentenrückstände, treibt Regenwürmer aus dem Boden, erhöht die

 Dampfender Misthaufen auf abgeerntetem Maisfeld

Alle Jahre wieder: Mais und unkompostierter Mist

Nitratanreicherung im Grundwasser und die Salzkonzentration im Gartenboden, schädigt – im Übermaß aufgebracht – das Bodenleben, und ist nicht geeignet, dauerhaft Humus aufzubauen (allenfalls der Strohanteil). Von der Geruchsbelästigung mal ganz abgesehen, fördert Ammoniak zudem sauren Regen und Waldsterben. Systemisch wirkende Insektizide aus den Futterpflanzen gelangen über die Ausscheidungen in die Nahrungskette wildlebender Tiere und vermindern so die Artenvielfalt.

Zudem lassen sich mehr Nährstoffe aus ein und derselben Pflanzenmenge über deren Kompostierung gewinnen, als über den Umweg der Tierverdauung.

Mehr hierzu: „Warum Mist mist ist – Gedanken und Zitate zum WELT-BODEN-TAG“

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