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Autor Thema:suchen: Gemüsegärtner_in für Solawi Wildwuchs
lumbriko
Neuling
Beiträge: 1
Permalink
Beitrag suchen: Gemüsegärtner_in für Solawi Wildwuchs
am 14.10.2016, 14:50
Zitat

Wir, die bio vegane Solawi-Gemeinschaftsgärtnerei Wildwuchs, suchen zur Saison 2017 (ab April) und gerne für länger eine_n Gemüsegärtner_in
Wir bauen auf 2 ha und in 4 Folientunneln eine Vielfalt an bioveganem
Gemüse mit eigener Jungpflanzenanzucht an und auf etwa 1ha extensiv Obst.
Wenn du ausgebildete_r Gemüsegärtner_in bist, Spaß an der Arbeit mit
Gemüse sowohl selbständig, als auch im Team hast, gerne Verantwortung
übernimmst und Lust auf das Gärtnern in einer Solawi hast, dann melde
Dich einfach bei uns.
Wir freuen uns über deine Mail oder deinen Anruf.
mail:wildwuchs@gmx.de
Tel.:05108-6427909

Infos zur Solawi findest Du auch auf unserer Homepage

http://www.solawi-wildwuchs.de

und hier noch ein Text zu unserer Solawi:

Lebensmittel direkt für Bedürfnisse zu produzieren, anstatt einem
gewinnorientierten Markt hinterher zu ackern ist eine grundlegende Idee
der solidarischen Landwirtschaft. Es wird nicht für einzelne Waren,
sondern für die landwirtschaftliche Arbeit an sich bezahlt. Dies
ermöglicht es Produkte und Arbeitskraft losgelöst von finanziellen
Leistungen zu betrachten, um so einen Schritt weg von einer
kapitalistischen Geldlogik, hin zu einer solidarischen Ökonomie gehen zu
können.
Wichtige Stichworte sind dabei neben Solidarität auch Gemeinschaft,
Selbstorganisation und Verantwortung.

Die SoLawi Wildwuchs entstand 2011 auf dem Gelände einer ehemaligen
Baumschule in Leveste (bei Hannover). Von Anfang an wurde hier bio-vegan
angebaut, was bedeutet, dass keine tierliichen Dünger und keine
sogenannten Nutztiere eingesetzt werden und Tiere für den Anbau nicht
willentlich ausgebeutet oder getötet werden. Das Gelände ist etwa
fünfeinhalb Hektar groß und beinhaltet neben den Gemüsefreilandflächen
und vier Folientunneln auch Streuobstwiesen. Es werden über 40
verschiedene Gemüsekulturen angebaut, es gibt, Kirsch-, Birnen-,
Walnuss- und Zwetschgenbäume sowie Beerensträucher und viele
verschiedene alte Apfelsorten.
Es geht bei der Sortenwahl nicht darum ein „optisch makelloses Produkt“
zu erzeugen, welches den Marktkriterien entspricht- nein der Geschmack
steht im Vordergrund. Außerdem wird auch jenes Gemüse, welches so häufig
„in der Tonne“ landet oder auf dem Acker liegen bleibt –klassisches
Beispiel: krumme Gurken und beinige Karotten- verteilt und verspeist.
Derzeit sind es 100 Ernteanteile, die an etwa 150 Mitglieder verteilt
werden und drei angestellte Gärtner_innen, sowie 2 Aushelfende, die in
dem Projekt mitwirken.

Die Mitglieder gestalten den Anbauplan mit, in dem sie mit den
Gärtner_innen über ihre Gemüsewünsche sprechen und am Ende einer Saison
Rückmeldung geben. So kann die Produktion den Bedürfnissen angepasst
werden.

Es gibt regelmäßige, gemeinschaftliche Arbeitseinsätze, z.B. für
Apfelernte, Beikrautentfernung, Tunnelbau, Wintereinlagerung. Aber auch
an den anderen Tagen sind die Mitglieder herzlich eingeladen beim Jäten,
Hacken, Ernten und sonstigen anfallenden Arbeiten mit an zu packen.
Dadurch ist es möglich wieder mehr Bezug zum eigenen Essen auf zu bauen
und etwas über den Anbau von Gemüse zu lernen.

Neben der praktischen Arbeit gibt es auch Bürokratisches zu erledigen,
wofür sich verschiedene Kleingruppen gefunden haben. Für die
gemeinschaftliche Organisierung gibt es vier Mal im Jahr eine
Mitgliederversammlung. Zudem findet einmal im Monat ein Treffen statt,
zu welchem die Mitwirkenden kommen können und welches den Austausch und
gute Zusammenarbeit fördern kann.

Durch Mitarbeit und das Übernehmen von speziellen Aufgaben (z.B.
Kontoführung, Verteilstrukturaufbau, Infoveranstaltungen) übernehmen
nach Möglichkeit alle ihren Teil an Verantwortung und treten aus einer
rein konsumierenden in eine agierende Rolle.

Der finanzielle Beitrag wird solidarisch festgelegt, wofür sich die
Mitglieder einmal im Jahr treffen und anonym Gebote abgeben, wobei
transparent ist, welche Summe zusammen kommen muss, um laufende
Betriebskosten wie für Saatgut, Maschinen(nutzung) und die Gehälter der
Gärtner_innen zu decken. Es gibt einen Richtwert, wobei es möglich sein
soll, Menschen, welchen weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen,
gemeinsam zu unterstützen.
Die Mitglieder verpflichten sich den dort festgelegten Betrag über ein
Jahr hinweg zu zahlen und geben der SoLawi damit eine
Existenzsicherheit. Ein „zu wenig“ oder „zuviel“ an Ertrag (z.B. eine
Zucchinischwämme im Sommer), Ernteverluste (z.B. durch
Pflanzenkrankheiten oder Schneckenfraß) und ertragsärmere Zeiten werden
gemeinsam getragen. Die Sicherheit erleichtert außerdem auch die
Entscheidung samenfeste Sorten anzubauen und insgesamt ein
experimentierfreudigeres und nachhaltigeres Gärtnern zu ermöglichen.

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