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Autor Thema:Gartengeräte
Lisa-
Brünjes
Moderator
Beiträge: 53
Permalink
Beitrag Gartengeräte
am 16.11.2012, 15:37
Zitat

Ich bin großer Fan von Pendelhacken, und bisher war mein Traum immer eine eigene Radhacke (z.B. die hier: http://biogartenversand.de/index.php?cPath=120_219_234&osCsid=38e8295555ed09c4e7a9abc515a2cc7a). Für die klassiche Bodenbearbeitung sind die ja super geeignet, aber wie sieht es bei Reihenmischkultur aus?

In dem Buch von Margarte Langerhorst steht leider gar nichst zu den Werkzeugen, die sie verwenden. Eine schmale Handpendelhacke wäre sicher hilfreich, oder? Benutzt ihr Blatthacken, und wenn ja, was für welche?

Außerdem finde ich einen Reihenzieher ungemein hilfreich. Ich habe mal einen bei einem Straßenverkauf erstanden, das war ein Glücksgriff. Jetzt brauche ich wieder einen. Habt ihr da einen guten Tipp für Quellen?

Daniel-
Mettke
Administrator
Beiträge: 33
Permalink
Beitrag Re: Gartengeräte
am 17.11.2012, 13:57
Zitat

Hallo Lilly,

ich habe die Glaser-Pendelhacke vor Jahren im Gemüsebau in Irland kennen und schätzen gelernt und mir sie dann in zwei Breiten (ca. 6 und 10cm) später für den eigenen Garten angelegt.

Für die Rollhacke habe ich zum Anbauen eine breite Pendelhacke, ein Häufelschar und 2 inverse Gänsefußklingen.

Die Handpendelhacken sind eigentlich das perfekte Arbeitsgerät und alle Leute, denen ich sie ausgeliehen habe, waren restlos begeistert. V.a. weil man sie so vielseitig anwenden kann: sowohl klassisch größere Unkräuter "hauen", als frisch aufgelaufenes im Saatbett einfach nur unterschneiden geht gut. Der Pendelmechanismus macht auch nicht bei schwerem Lehm schlapp (sowohl in Irland, als auch zuhause der Fall).

Der Ergonomie dienlich ist, dass man mit ihr sowohl schiebend als auch ziehend gut arbeiten kann und gerade bei lockerem oder leichten Boden, das Unterschneiden kaum Mühe macht. Ähnlich sieht es beim "Abstreichen" frischer Kartoffeldämme aus, ohne den Damm groß zu zerhacken.

Was nachteilig ist, ist dass bei zu großer Blattmasse die Hacke zum Verstopfen neigt, besonders wenn sich dieser Umstand mit klutigem Boden paart.

Notwendig für einen guten Bearbeitungserfolg sind mit dem Lineal angelegte Pflanzreihen, sowohl parallel als auch diagonal, dann kann man mit wenig Aufwand alle Unkräuter sowohl in, als auch zwischen der Reihe erwischen.

So etwa:
-/-/-
/-/-/
-/-/-

Außerdem sollte man den Werkzeugstiel dick genug wählen, zu dünne Stiele federn zu stark und neigen zum Brechen. Die dicken, langen Grobbesenstiele finde ich für die Pendelhacke perfekt.

Was die Rad- oder Rollhacke angeht, lohnt sich die v.a. auf leichterem Boden bei langen Beeten. Hier funktioniert eigentlich nur das Unterschneiden richtig gut, denn größere Unkräuter, die man mit Wucht abhacken will, führen dazu, dass die Hacke aus der Spur springt und man somit wieder und wieder in die Pflanzreihe fährt. In fortgeschrittener Kultur sind zudem die Blätter der Anbaukultur im Weg. Unter denen lässt es sich leichter mit einer Handhacke drunterlupfen.

Zur Auflockerung größerer, schonmal mit der Blatthacke gehackten Flächen ist die Radhacke echt gut, auch um zu Häufeln oder Dämme zu ziehen ist sie ideal. Später kann sie v.a. bei langen Beeten im Saatbett eine große Hilfe sein.

Blatthacken würde ich persönlich nur auf schwerem Boden, ungünstigem Hackzeitpunkt oder bei starkem Unkrautbewuchs benutzen. Was die Unterschiede angeht, kann ich leider nicht viel über die unterschiedlichen Blattformen sagen.

Reihenzieher machen nach meiner Erfahrung in einem sauberen Saatbett bei entsprechend lockerem Boden wirklich Sinn und sind dann eine große Arbeitsersparnis. Ich ziehe meine Reihen lieber mit einem Werkzeugstiel, oder drücke eine schmale Latte in den weichen Boden.

Bei Jungpflanzen arbeite ich bevorzugt mit Pflanzleine und Zollstock.

Viele Grüße,

Daniel

Archivald
Neuling
Beiträge: 15
Permalink
Beitrag Re: Gartengeräte
am 27.02.2014, 09:36
Zitat

von Lisa Rotenberg » Mo 24. Feb 2014, 11:29

Danke für deine ausführliche Antwort, Daniel 😉

Da ich in meinem Garten nur kleine und kurze Beete habe, lohnt sich eine Radhacke dort nicht. Auf größeren Flächen habe ich damit auch sehr gute Erfahrungen gemacht.

Ich habe mir Handpendelhacken in drei verschiedenen Breiten gekauft, die ich letztes Jahr alle im Einsatz hatte: 85, 125 und 175 mm. In Reihen, wo ich zu Vegetationsbeginn noch die breiten Hacken verwenden konnte, konnte ich so mit den größer wachsenden Pflanzen auf die schmaleren umsteigen. Die Arbeit geht sehr schnell und leicht von der Hand:
http://biogartenversand.de/product_info.php?cPath=120_219_220&products_id=2066

Zusätzlich habe ich mir eine Blatthacke angeschafft. Die verwende ich zum Umhacken der Gründüngung (z.B. Winterroggen) und zum Hacken der Baumscheibe unter jungen Obstbäumen. Wegen der zweitgenannten Verwendung habe ich eine Hacke mit leicht eingekerbtem Blatt gewählt; eine sogenannte Ulmer Hacke:
http://biogartenversand.de/product_info.php?cPath=120_219_125&products_id=585

Alles nicht ganz billig, aber ich steh total auf gutes Werkzeug. Das macht echt einen großen Unterschied aus und hält bei etwas Pflege ein Leben lang.

Wenn ich zunehmend auf ein Mulchsystem umstelle, werde ich die Hacken vor allem für die Aussaat benötigen.

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