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Autor Thema:Kompost
Helga-
Ahdursan
Neuling
Beiträge: 2
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Beitrag Kompost
am 23.11.2012, 22:24
Zitat

Hallo alle!

Ich hab mich gerade erst registriert und noch nicht vorgestellt, sorry, das wird nachgeholt!

Jetzt hätte ich eine dringende Frage: Bei uns ist eine Rotföhre "verabschiedet" worden und ich würde gerne wissen, ob man die kleinen Zweige und Nadeln auf den Kompost geben kann. Wenn ja, muss ich das schnell in die Wege leiten, bevor sie abtransportiert werden.

Schon einmal ganz herzlichen Dank! Ich freu mich, hier zu sein! 🙂

Liebe Grüße
Helga

Silke
Moderator
Beiträge: 146
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Beitrag Re: Kompost
am 24.11.2012, 11:09
Zitat

Hallo Helga, ich freue mich auch sehr, dass du hier bist 🙂

Ich habe im Garten einen sauren Bereich unter und neben so einer doofen Riesenziertanne, wo ich Heidelbeeren und anderes Gewächs (auch Erdbeeren) habe, das sauren Boden mag. Hierfür habe ich einen Extrakompost angelegt, wo insbesondere Nadeln und Zweiglein aus der Regenrinne, von Dächern und Boden drauf kommen (insg. haben wir hier 4 Nadelbäume). Auch Laub. Die Kompostierung funktionierte ganz gut. Davon abgesehen, dass es direkt unter der Riesentanne sehr trocken ist (ansonsten Sandboden), bekommt der Kompost den Pflanzen offenbar nicht schlecht.
Das als Tipp von meiner Seite, aber ich hoffe, du erhältst noch andere - vielleicht qualifiziertere - Antworten.

Eine andere Idee - für größere Zweige: Einen Holzhaufen / Benjeshecke - du kannst die auch mit der geplanten Windschutzhecke kombinieren. Die Zaunkönige lieben solche Haufen.

Liebe Grüße, und ich freue mich auf deine Vorstellung ...
Silke

Helga-
Ahdursan
Neuling
Beiträge: 2
Permalink
Beitrag Re: Kompost
am 25.11.2012, 19:13
Zitat

Hallo Silke!

Vielen Dank für deine - wie immer - prompte Antwort und die interessanten Tipps! 🙂

Ich glaub, ich lass die Nadelgeschichte für's Erste bleiben, soviel Platz für einen Extrakompost habe ich gerade nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden!

Liebe Grüße
Helga

Michael
Neuling
Beiträge: 4
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Beitrag Re: Kompost
am 11.12.2015, 20:43
Zitat

Hallo Silke,

das Thema "Kompost" bereitet mir doch ein wenig Kopfzerbrechen wenn ich KEINE tierische Industrieproduke einsetzen will.

Ich erhalte jedes Jahr (mehr) kohlenstoffhaltiges Kompostmaterial durch reichlich anfallendenHecken-, Sträucher- und Baumschnitt. Bisher war die Kompostierung dieses geschredderten Zeugs Dank des reichlichen Einsatzes von Horngries und -spänen kein Problem (tolle Komposttemperaturen bis zu 80°C :-)) Da ich aber die Kritik an den tierischen Industrieprodukten sehr gut verstehe und teile suche ich jetzt schon eine ganze Weile nach sinnvollen Alternativen.

Daher habe ich grade eben auch nochmal Deinen Beitrag "(Fast) bio-vegan Gärtnern und Ackern im großen Stil" (http://veganer-garten.de/fast-bio-vegan-gaertnern-und-ackern-im-grossen-stil/) genau durchgelesen und komme zu folgender Frage:

Wie kompostiert Dein Freund denn seine - sicher reichlich - anfallende Kohlenstoff -Fracht OHNE Horngries, Blutmehl & Co. ? Hast Du da irgendwelche Informationen dazu ?

Auch Hall & Tolhurst ("Growing Green"; wirken kompetent und erfahren auf mich) beschreiben eigentlich nur einen "auf Pflanzen basierenden" Kompost - was die o. g. Hilfsstoffe eben NICHT ausschließt.

Schachtelhalm- und Brennessseljauche, Grasschnitt und so weiter - reicht das wirklich ?

lieben Gruß in den kühlen Norden
Michael
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Verantwortung wahrnehmen, Möglichkeiten erkennen und nutzen

Michael

Silke
Moderator
Beiträge: 146
Permalink
Beitrag Re: Kompost
am 20.12.2015, 17:33
Zitat

Hallo Michael,
sorry, das ich erst jetzt antworte (ich hatte meinen Vorweihnachtsstress anderswo ja erwähnt). Zu deiner Frage:

Wie kompostiert Dein Freund denn seine - sicher reichlich - anfallende Kohlenstoff -Fracht OHNE Horngries, Blutmehl & Co. ? Hast Du da irgendwelche Informationen dazu ?

Bei ihm fallen ja viele Erntereste an vom Gemüseanbau, den Tomatenpflanzen ... ich denke mal, dass da das C:N-Verhältnis schon ganz gut ist, bzw. nicht so kohlenstofflastig, wie du annimmst. Ich weiß aber nicht, was da noch an Laub, Heckenschnitt oder anderen kohlenstoffreichen Materialien anfällt oder auch an Rasenschnitt, der wiederum ein optimales C:N-Verhältnis ähnlich dem Mist (Stroh und tierl. Ausscheidungen) hat. Auch Leguminosenstroh hat ein gutes C:N-Verhältnis (15-50:1). Bei zu hohem Stickstoffanteil (Zugabe von Schlachtabfällen wie Hornspänen oder auch Brennesseljauche, Ackerbohnenschrot), also einem C:N-Verhältnis unter 15:1, kann es ja auch problematisch werden, weil der Stickstoff als Ammoniak abdampft, und Kohlenstoff brauchen die Mikroorganismen zum Zellaufbau. Bei zu hohem Kohlenstoffanteil kann es wiederum passieren, dass die Mikros den Stickstoff für ihre eigenen Körperfunktionen / den Eiweißaufbau brauchen; die Rotte geht dann langsamer voran, CO2 geht in die Luft verloren und die Masse schwindet, der fertige Kompost ist nährstoffärmer, so dass ggf. nachgedüngt werden muss.

Du hast vielleicht schon unsere Sammlung pflanzlicher Dünger gesehen. Da könntest du vielleicht noch weitere pflanzliche Stickstoffalternativen finden, mit denen du Hornspäne und Co ersetzen kannst.
Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht, die gröberen Äste zu einem Holzhaufen zu stapeln – der wird bei uns gern von diversen Wildtieren besucht und bewohnt. Oder das Holz zu einer Benjeshecke verarbeiten. Das sind nur so Ideen (die hatte ich ja Helga oben weiter auch schon vorgeschlagen).

Iain Tolhurst und Jenny Hall haben sicherlich keine tierlichen Dünger zugesetzt. Diese sind ja nach den Bio-Veganen Standards verboten. Das Buch soll ja zeigen, wie die Standards in der Praxis umgesetzt werden. Ich habe es wegen meiner schlechten Englischkenntnisse allerdings nicht gelesen und hoffe daher, dass sich hier noch wer anderes dazu zu Wort meldet.
Mir fällt noch ein, dass die Recyclinghöfe doch auch nur Strauch-, Baum-, Heckenschnitt und ggf. Haushaltsabfälle kompostieren. Ich hatte bei unserem mal angefragt, da hieß es, dass keine tierlichen Bestandteile enthalten sein dürften.

Schachtelhalm- und Brennessseljauche, Grasschnitt und so weiter - reicht das wirklich ?

Es ist halt auch immer die Frage wofür. Bei Starkzehrern kannst du ja immer noch um vegane Dünger (siehe unsere Samlung) ergänzen.
Alsdann, weiterhin fröhliche Gartenplanung! 🙂

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