Film- und Veranstaltungstipps

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Filmtipp: Die Zukunft pflanzen

Zum vorgestrigen Welternährungstag lief auf arte die Reportage „Die Zukunft pflanzen“ von der Filmemacherin Marie-Monique Robin.

Der Film zeigt Beispiele rund um den Planeten, wie Nahrungsmittelsicherheit durch bäuerliche Kleinbetriebe gewährleistet wird und behandelt die politischen Hintergründe, welche die Entwicklung hin zu einer lokalen Versorgung behindern.

Die Argumentation für die Beseitigung von Hunger und für mehr Klimaschutz wendet sich vorrangig gegen Pestizid- und Kunstdüngereinsatz und gentechnisch verändertes Saatgut. Die Nutztierhaltung steht nicht in der Kritik, wenngleich keiner der gezeigten Betriebe „Großvieheinheiten“ aufweist – im Gegenteil, was zumindest auf eine immanente Kritik an der Massentierhaltung schließen lässt.

Wenn wir berücksichtigen, dass beispielsweise die Milpa (Mais-Bohnen-Kürbis-Pflanzengemeinschaft) auch ohne Dunggaben (stattdessen mit kompostiertem statt verfüttertem Unkraut) reiche Ernten erbringen kann, ist der Film sehr empfehlenswert, zeigt er doch auch pflanzlich-organische Wirtschaftsweisen und wie eine lokale Nahrungsmittelversorgung organisiert sein kann.
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Zukunft pflanzen Bio für 9 Milliarden ARTE 16.Oktober 2012 from Projekt Soziales Europa on Vimeo.

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Filmbeschreibung bei arte: Die Zukunft pflanzen

„Ein Sechstel der Weltbevölkerung leidet gegenwärtig Hunger. Aber das ist kein unabwendbares Schicksal. Anhand von Beispielen aus Mexiko, Japan, Malawi, Kenia, Senegal, den USA und mehreren europäischen Ländern veranschaulicht Filmemacherin Marie-Monique Robin, dass radikales Umdenken gefordert ist und dass die Lebensmittelkette anders verwaltet und organisiert werden muss – und kann, um dem Hunger in der Welt Abhilfe zu schaffen.
Mittlerweile beweisen weltweit aktive Initiativen, dass ökologische Landwirtschaft, die umweltgerecht und ressourcenschonend verfährt, nicht nur möglich, sondern auch ertragreicher ist als die industrielle Produktion von Nahrungsmitteln. Voraussetzung dafür ist allerdings auch, dass den Bauern – und nicht nur den Großproduzenten unter ihnen – wieder eine Schlüsselrolle in der für die Zukunft der Menschheit unabdingbaren Entwicklung zugebilligt wird.“

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Veranstaltungstipp:

Zum Weltvegantag am 1. November findet in Radolfzell am Bodensee ein Bürgerdialog statt, bei dem u.a. Reiner Degen einen Impulsvortrag halten wird, mit anschließender Gesprächsrunde zum Thema:

Existenzalternativen für Landwirte, die aus der Tierzucht aussteigen wollen.“

Zum vollständigen Programm

Für alle, die nicht teilnehmen können: Wir bekommen anschließend von Reiner Degen eine Zusammenfassung, die wir dann veröffentlichen.

Hinweise zu Veranstaltungstipps:
Wenn du einen interessanten Termin rund um den bio-veganen Landbau weißt, trage ihn bitte im Forum: „Termine und Ankündigungen, Absprachen treffen“ ein, oder schick eine Nachricht per Kontaktformular.
Die einzelnen Foren können abonniert werden. Wenn du dich beispielsweise über neue Veranstaltungen auf dem Laufenden halten willst, abonniere obiges Forum.

Autor*in des Artikels: Silke

Ich würde meine Grundnahrungsmittel künftig gern von einem Bio-Hof oder einer SoLawI aus der näheren Umgebung beziehen, der/die ohne Tierausbeutung wirtschaftet. Da dies gegenwärtig nicht möglich ist, setze ich mich als "frustrierte Verbraucherin" für die bio-vegane Landwirtschaft ein und gärtnere darüber hinaus seit 2003/2004 nach bio-veganen und permakulturellen Gesichtspunkten zur (Teil-)Selbstversorgung - zuletzt auf Sandboden (Geest) an der Nordsee nahe Cuxhaven. Bestandteile sind Obstbaumlebensgemeinschaften, ausdauernde Gemüse-, Obst- und Kräuterstauden, Intensivsegmente (einjährige Gemüse in Reihenfruchtfolge und Mischkultur) und Wildtierschutz/-gemeinschaft. Seit Frühjahr 2015 blogge ich über meine Gartenaktivitäten und -erlebnisse auf https://veganer-garten.de

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